Shampoo für Locken: So erkennst du auf der Rückseite, ob es passt
Samstag, 09:45 Uhr, Drogerieregal. Vorne auf der Flasche steht „für Locken“, daneben ein Foto voller Sprungkraft und Glanz. Du drehst sie um und liest 25 Namen, von denen du vielleicht drei aussprechen kannst.
Eigentlich willst du nur wissen, ob das ein Shampoo für Locken ohne Silikone und Sulfate ist. Also stellst du es zurück. Oder du nimmst es mit, hoffst, und nach zwei Wäschen liegt es in der Schublade bei den anderen Versuchen.
Deine Locken waren dabei nie das Problem. Das Problem ist das Raten. Und das hört auf, sobald du weißt, nach welchen vier Stoffgruppen du auf der Rückseite suchst.
Kurzantwort: Ein Shampoo passt zur strengen Curly Girl Methode, wenn auf der Rückseite keine Sulfate, keine nicht wasserlöslichen Silikone, keine austrocknenden Alkohole und keine Mineralöle oder Wachse stehen.
Wenn du nicht jede Zeile selbst durchgehen magst, fotografierst du die Rückseite im Produkt-Check im Locken Planer und siehst die Einordnung auf einen Blick.
Inhalt
- Ist „für Locken“ automatisch für die Curly Girl Methode geeignet?
- Die vier Stoffgruppen, auf die du achtest
- So liest du die Rückseite in einer Minute
- Shampoo und Conditioner: worauf du jeweils schaust
- Prüfen statt raten: der Produkt-Check im Locken Planer
- FAQ: Shampoo für Locken und Curly Girl Methode

Ist ein Shampoo „für Locken“ automatisch für die Curly Girl Methode geeignet?
Nein, „für Locken“ auf der Vorderseite ist eine Werbeaussage und sagt nichts darüber, ob ein Produkt die Kriterien der Curly Girl Methode erfüllt. Ob es passt, zeigt allein die Inhaltsstoffliste auf der Rückseite.
Die Vorderseite ist fürs Regal gemacht. Sie soll in drei Sekunden auffallen, und Worte wie „Sprungkraft“ oder „Definition“ leisten genau das. Eine Aussage über die Rezeptur ist das nicht.
Die Curly Girl Methode, kurz CGM, ist eine Pflegeroutine für lockiges und welliges Haar. In ihrer strengen Form verzichtet sie auf Sulfate, nicht wasserlösliche Silikone, austrocknende Alkohole sowie Mineralöle und Wachse.
Ein Produkt kann also „für Locken“ heißen und trotzdem Dimethicone enthalten. Umgekehrt gibt es Shampoos ganz ohne Lockenhinweis, die alle Kriterien erfüllen.
Dazu kommt: Die Vorderseite weiß nicht, welchen Lockentyp du hast. Die Rückseite verrät dir immerhin, was drin ist. Wie deine Haare darauf reagieren, entdeckst du dann selbst.
Shampoo für Locken ohne Silikone und Sulfate: auf diese vier Stoffgruppen achtest du
Für die strenge Curly Girl Methode achtest du auf vier Stoffgruppen: Sulfate, nicht wasserlösliche Silikone, austrocknende Alkohole sowie Mineralöle und Wachse. Jede davon erkennst du an wiederkehrenden Wortendungen oder festen Namen.
Grundlage ist die Einstufung, die wir bei Curly N Covered für den Produkt-Check erarbeitet haben. Jeden einzelnen Stoff haben wir in CosIng nachgeschlagen, der offiziellen Inhaltsstoffdatenbank der EU.
Wichtig für die Einordnung: Welche Stoffe als ungünstig für Locken gelten, ist unsere Einstufung nach der Curly Girl Methode. Eine Vorgabe der EU ist das nicht.
| Stoffgruppe | Daran erkennst du sie | Beispiele auf der Rückseite | Ausnahme |
|---|---|---|---|
| Sulfate | Der Name eines Tensids endet auf „Sulfate“. | Sodium Lauryl Sulfate, Sodium Laureth Sulfate, Sodium Cetearyl Sulfate | Sodium Sulfate ist ein Salz und zählt nicht. |
| Silikone | Endungen auf -cone, -conol oder -siloxane | Dimethicone, Amodimethicone, Dimethiconol, Cyclopentasiloxane | Mit PEG- oder PPG- davor wasserlöslich, kein Ausschluss. |
| Austrocknende Alkohole | Feste Namen | Alcohol Denat., Isopropyl Alcohol | Fettalkohole wie Cetearyl, Cetyl und Stearyl Alcohol passen. |
| Mineralöle und Wachse | Feste Namen, oft mit „Cera“ | Paraffinum Liquidum, Petrolatum, Cera Alba, Oryza Sativa Cera, Cetyl Esters | Hydrierte Öle sind Fette und keine Wachse. |
Woran erkenne ich, ob ein Shampoo Sulfate enthält?
Ein Sulfat erkennst du daran, dass der Name eines Tensids auf „Sulfate“ endet, etwa bei Sodium Lauryl Sulfate oder Sodium Laureth Sulfate. Tenside sind die waschaktiven Stoffe im Shampoo, also die, die reinigen.
Ein dritter Kandidat ist Sodium Cetearyl Sulfate. Das Muster bleibt immer gleich: ein langer Name, am Ende „Sulfate“.
Einen Sonderfall solltest du kennen. Sodium C14-16 Olefin Sulfonate ist chemisch kein Sulfat, gilt in der Curly Girl Methode aber trotzdem als scharfes Tensid. Wer ein sulfatfreies Shampoo für Locken sucht, liest hier genauso aufmerksam.
Ist „Sodium Sulfate“ auch ein Sulfat?
Nein, Sodium Sulfate ist ein Salz und kein waschaktives Sulfat, es zählt für die Curly Girl Methode nicht. Der Unterschied steckt im Namen.
Bei Sodium Lauryl Sulfate steht zwischen „Sodium“ und „Sulfate“ noch ein weiterer Namensteil wie Lauryl oder Laureth. Bei Sodium Sulfate fehlt er. Dieser kleine Unterschied sorgt im Regal für erstaunlich viele zu Unrecht zurückgestellte Flaschen.
Woran erkenne ich Silikone in der Inhaltsstoffliste?
Silikone erkennst du an den Endungen -cone, -conol und -siloxane, zum Beispiel bei Dimethicone, Amodimethicone, Dimethiconol oder Cyclopentasiloxane. Diese drei Endungen sind dein Suchmuster.
Lies dabei immer auch das, was direkt davor steht. Taucht dort PEG- oder PPG- auf, wie bei PEG-12 Dimethicone, ist das Silikon wasserlöslich.
Sind wasserlösliche Silikone bei der Curly Girl Methode erlaubt?
Ja, wasserlösliche Silikone mit PEG- oder PPG- vor dem Namen werten wir im Produkt-Check nicht als Ausschluss. Die Einordnung lautet dann „Nur wasserlösliche Silikone“.
Der Gedanke dahinter ist einfach. Wasserlösliche Silikone lassen sich, wie der Name sagt, mit Wasser auswaschen. Damit passen sie zu einer Routine ohne Sulfate.
Ist jeder Alkohol im Shampoo schlecht für Locken?
Nein, als austrocknend gelten nur Alcohol Denat. und Isopropyl Alcohol. Fettalkohole wie Cetearyl Alcohol, Cetyl Alcohol und Stearyl Alcohol sind kein Problem, sie pflegen und machen Produkte cremig.
Hier lohnt sich der zweite Blick. „Alcohol“ allein ist noch kein Grund, eine Flasche zurückzustellen. Entscheidend ist das Wort davor.
Steht Cetearyl Alcohol in deinem Conditioner, darfst du dich also entspannen. Er gehört zu den Stoffen, die ein Produkt angenehm cremig machen.
Warum sind Wachse bei der strengen Curly Girl Methode ein Ausschlussgrund?
Wachse lassen sich ohne Sulfate schwer auswaschen, deshalb schließt die strenge Curly Girl Methode sie aus, Pflanzenwachse eingeschlossen. Mineralöle wie Paraffinum Liquidum und Petrolatum stehen ebenfalls auf der Liste.
Typische Wachse sind Cera Alba (Bienenwachs), Oryza Sativa Cera (Reiswachs) und Cetyl Esters, ein synthetisches Wachs. Das Wort „Cera“ ist dein schnellster Hinweis.
Hydrierte Öle gehören übrigens nicht in diese Gruppe. Sie sind Fette und keine Wachse.
So liest du die Rückseite in einer Minute
Du gehst die Inhaltsstoffliste in sechs kurzen Schritten durch, eine Stoffgruppe nach der anderen. Mit etwas Übung brauchst du dafür etwa eine Minute.
- Liste finden: Die Inhaltsstoffliste steht klein auf der Rückseite und ist meist mit „Ingredients“ überschrieben.
- Nach „Sulfate“ suchen: Lies jedes Namensende, ein alleinstehendes Sodium Sulfate darfst du dabei ignorieren.
- Sulfonate mitprüfen: Steht Sodium C14-16 Olefin Sulfonate auf der Liste, behandelst du es wie ein scharfes Tensid.
- Nach -cone, -conol und -siloxane suchen: Steht PEG- oder PPG- davor, ist das Silikon wasserlöslich und kein Ausschlussgrund.
- Bei jedem „Alcohol“ das Wort davor lesen: Alcohol Denat. und Isopropyl Alcohol trocknen aus, Cetearyl, Cetyl und Stearyl Alcohol pflegen.
- Nach Wachsen und Mineralölen suchen: Achte auf „Cera“, Paraffinum Liquidum, Petrolatum und Cetyl Esters.
Und wenn ein Name partout nicht zuzuordnen ist? Dann ist „noch nicht sicher“ eine ehrliche Antwort. Lieber kurz nachschlagen als in der Dusche hoffen.
Klingt nach viel? Beim ersten Mal vielleicht. Ab der dritten Flasche liest du die Endungen, ohne groß nachzudenken.
Shampoo und Conditioner: worauf du jeweils schaust
Beim Shampoo schaust du zuerst nach Sulfaten, beim Conditioner zuerst nach Silikonen und Wachsen. Genau dort tauchen die jeweiligen Stoffgruppen öfter auf.
Die vier Stoffgruppen bleiben dieselben. Nur die Reihenfolge, in der du suchst, ändert sich je nach Produkt.
| Produkt | Zuerst prüfen | Danach prüfen | Kein Grund zur Sorge |
|---|---|---|---|
| Shampoo | Sulfate und Sodium C14-16 Olefin Sulfonate | Silikone, austrocknende Alkohole | Sodium Sulfate |
| Conditioner | Silikone und Wachse | Mineralöle, austrocknende Alkohole | Fettalkohole wie Cetearyl Alcohol |
Dieselben Regeln gelten für jede Haarkur für Locken, die du nach dem Waschen einarbeitest. Auch dort lohnt sich der Blick auf Silikone und Wachse.
Danach geht es ans Trocknen. Lässt du deine Locken an der Luft trocknen, ist sanft trocknen mit Plopping ein guter erster Schritt. Arbeitest du lieber mit Wärme, hilft dir unsere Anleitung, den Diffuser richtig benutzen zu lernen.
Prüfen statt raten: Gibt es eine deutsche App, die prüft, ob ein Produkt zur Curly Girl Methode passt?
Ja, der Produkt-Check im Locken Planer von Curly N Covered zeigt dir, ob ein Produkt zur strengen Curly Girl Methode passt. Er läuft im Browser unter planer.curlyncovered.com, ganz ohne Download.
Ehrlich gesagt: Auch wir gehen samstags nicht jedes Mal 25 Namen einzeln durch, während hinter uns schon jemand mit dem Einkaufswagen wartet. Genau für diese Momente gibt es den Check.
Du meldest dich mit deiner E-Mail-Adresse an, ein Passwort brauchst du nicht. Dann fotografierst du die Rückseite, tippst die Liste ab oder wählst ein bereits geprüftes Produkt aus dem Katalog.
Der Check zeigt dir Sulfate, Silikone, austrocknende Alkohole, Mineralöle und Wachse, dazu Infos zu Proteinen, Duftstoffen, Halt und Feuchtigkeit. Am Ende steht ein klares Fazit: „Nach der strengen Curly Girl Methode: passt“, „passt nicht“ oder „noch nicht sicher“.
Was hinter den Protein-Infos steckt und warum nicht alles mit „Hydrolyzed“ ein Protein ist, liest du hier: mehr über Proteine in Lockenprodukten.
Stoffe, die wir noch nicht eingeordnet haben, siehst du offen aufgelistet. Fehlt ein Produkt im Katalog, schlagen wir es nach. Die ersten drei Checks gehen auf uns.

Wieder Samstag, wieder 09:45 Uhr, wieder dasselbe Regal. Du nimmst die Flasche, drehst sie um und machst ein Foto. Kurz darauf weißt du Bescheid, noch bevor du an der Kasse stehst.
Keine Schublade voller Fehlkäufe mehr, kein Hoffen unter der Dusche. Der Planer zeigt dir, was in der Flasche steckt. Was in deinen Korb kommt, entscheidest du.
Curly N Covered Locken Planer
Ein Foto der Rückseite genügt
Du siehst Sulfate, Silikone, Alkohole, Mineralöle und Wachse auf einen Blick, dazu das Fazit nach der strengen Curly Girl Methode. Im Browser, ohne Download, die ersten drei Checks gehen auf uns.
Prüf dein ShampooFAQ: Shampoo für Locken und Curly Girl Methode
Woran erkenne ich, ob ein Shampoo Sulfate enthält?
Am Namensende: Endet ein Tensid auf „Sulfate“, wie Sodium Lauryl Sulfate oder Sodium Laureth Sulfate, ist es ein Sulfat. Sodium C14-16 Olefin Sulfonate ist chemisch keins, gilt in der Curly Girl Methode aber als scharfes Tensid.
Ist „Sodium Sulfate“ auch ein Sulfat?
Nein. Sodium Sulfate ist ein Salz und kein waschaktives Sulfat. Für die Curly Girl Methode zählt es nicht.
Sind wasserlösliche Silikone bei der Curly Girl Methode erlaubt?
Ja. Silikone mit PEG- oder PPG- vor dem Namen, zum Beispiel PEG-12 Dimethicone, sind wasserlöslich. Der Produkt-Check im Locken Planer zeigt dann „Nur wasserlösliche Silikone“ und wertet das nicht als Ausschluss.
Ist jeder Alkohol im Shampoo schlecht für Locken?
Nein. Als austrocknend gelten Alcohol Denat. und Isopropyl Alcohol. Fettalkohole wie Cetearyl, Cetyl und Stearyl Alcohol pflegen und machen Produkte cremig.
Ist ein Shampoo „für Locken“ automatisch für die Curly Girl Methode geeignet?
Nein. „Für Locken“ ist eine Aussage auf der Vorderseite und keine Angabe zur Rezeptur. Ob ein Produkt passt, zeigt nur die Inhaltsstoffliste auf der Rückseite.
Gibt es eine deutsche App, die prüft, ob ein Produkt zur Curly Girl Methode passt?
Ja. Der Produkt-Check im Locken Planer von Curly N Covered läuft im Browser unter planer.curlyncovered.com, ohne Download und mit Anmeldung per E-Mail-Adresse ohne Passwort. Du fotografierst die Rückseite und bekommst das Fazit „passt“, „passt nicht“ oder „noch nicht sicher“.









